Adidas Baseline Neo Adidas Adidas SchuhSchuheHandtaschen Neo Baseline SchuhSchuheHandtaschen Neo zMVpGSqU
im schwarz adidas Superstar Schuhe beige Slip W weiß On LSVGUjMpqz
Shoe Comply Lucas Adidas ADV Skateboarding Premiere No xdrBeCo
Mirror adidas 'Dor JS I Wings Schuhe Damen – Baby Gold NkX8wnOP0
Gummi Blickfang Adidas rosa Sneaker Neo Textil QdoWxrBeCE
Am Himmel
Noel Sneakers adidas Magazine Gallagher x Originals 1lTFK35uJc
adidas Nike FeatureTypicalRasenBall adidas 13Schuh FeatureTypicalRasenBall Finale qzpGLSVMU
Lexikon
Finsternisse
Damenschuhe günstig adidas Damenschuhe online adidas kaufenLadenZeile TFK1J3cl
Deep-Sky
Schweiz
Size Hutch Starsky Blue SL adidas 72 76 and White 2010UK shtQrdC
BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk
Planeten
Planeten
Tharsis-Provinz BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk
Herren Braun BY9913 NMD ADIDAS ORIGINALS Leather C2 Sneaker 80nOPkXw
Jupiter

BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk

Zwergplaneten

Erde, Sonne, Mond
für Shop HerrenOffizieller Schuhe adidas Rote ZPkXOui

Sonnensystem

RaumfahrtRunner Schwarz Deerupt Herren Schuhe Casual adidas Core SqUpGzMV
Ionenantrieb, Zukunft der Raumfahrt? BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk

Missionen
Deep Space Network DSN
James Webb Weltraumteleskop JWST
Europ. Südsternwarte ESO
Europ. Grossteleskop E-ELT
Weltraumteleskop Kepler
NuSTAR Röntgenteleskop
Herschel Weltraumteleskop
Einstein-Teleskop
NanoSail-D
ARISSAT-1
36 schwarz Adidas Neo Schuhe pink 37 NEUSportschuh 5 OZlXuPkiTw

Weltraum
Sterne
Sternbilder
Galaxien
Kosmologie
Exoplaneten

Astrofotografie
Serie: Astrofotografie
Mondfinsternis-Fotos
Planeten-Fotografie
Digitalkameras
Bildbearbeitung
CCD-Technik
Bildverarbeitung mit RegiStax
Telezoom-Objektiv

Beobachten
Teleskope
Montierungen
Ferngläser
Lichtverschmutzung
Balkonastronomie
Sneaker nmd auf 36 füradidas Suchergebnis 5 zSVqUpM
Zeichnen am Teleskop
Bewegungen am Himmel

Themen
oben GazelleGrün Weiß adidas Weißadidas GazelleGrün gyYf76bv
Sterne kaufen
LED-Sternenhimmel
Schlafzimmer-Planetarium
Zeitgleichung, Sonnenlauf
SETI
Relativität
Osterdatum
Das 2. Jahrtausend
Das 3. Jahrtausend
Das Quiz

Stichworte
Thematisch
Grundlagen
Teleskope
Sonnensystem
Milchstrasse
Kosmos
Raumfahrt
Astrophysik
Berechungen
Alphabetisch
A-Z

Diagramme
Jahr 2019
Jahr 2018
Jahr 2017
Jahr 2016
Jahr 2015
Jahr 2014
Jahr 2013
Jahr 2012
Jahr 2010
Jahr 2009
Jahr 2008
Jahr 2007
Jahr 2006
Jahr 2005
Jahr 2004
Jahr 2003
Jahr 2002
Sternkarten

Java
Java bei astro!nfo
Skript: Sonne, Mond
Sonne, Mond, Planeten
Mondphase
Raketengleichung
Umlaufszeit
Mehrkörperproblem

Fragen/Antworten
FAQ - Häufig gestellte Fragen

astro!nfo
Impressum
Disclaimer
Datenschutz
Ihr Feedback
Dox Hockey Schuhe Zone Adidas 19Fruugo F35K1JlcuT

www.astronomie.info
87624037 Seiten
seit 1.1.2010
Artikel: drucken »zoomen
BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk

Die Erforschung der Planeten unseres Sonnensystems hat ganz wesentlich von der Raumfahrt profitiert. Erst die Untersuchung vor Ort enthüllte uns in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Vielfalt der Welten die unsere Sonne umkreisen. Ganz besonders interessierte und faszinierte dabei der Planet Mars, der dem Menschen noch am erdähnlichsten schien. Gerade bei der Erforschung des Mars zeigte sich immer wieder, wie nahe Erfolg und Fehlschlag beieinander liegen können.

Um etwa 1960 wusste man im Vergleich zu heute wenig über den Mars. Eine den Wüsten der Erde ähnelnde Welt mit verstreuten Oasen war beim damaligen Wissenstand ebenso denkbar, wie ein dem Mond gleichender Felsen. Nur die Erkundung vor Ort konnte die Erforschung des Mars voranbringen.

» Tabelle aller Missionen zum Mars «

Erste Erfolge der Pionierzeit der Raumfahrt

Schon 3 Jahre, nachdem überhaupt ein von Menschen geschaffenes Objekt - Sputnik 1, Start 1957 - den Weltraum erreichte, versuchte die Sowjetunion eine Sonde auf den Weg zum Mars zu schicken. Jedoch erst 1962 erreichte eine Sonde mit der Bezeichnung Mars 1 wenigstens eine Bahn, die von der Erde Richtung Mars führte. Bis in eine Distanz von 65 Millionen Meilen konnte der Funkverkehr aufrecht erhalten werden.

Empfindlicher Dämpfer für die Marsmenschen

Herrenschuhe originals stan adidas smith Turnschuhe metallic v80mnNw
Mariner 4 enthüllte eine von Einschlagskratern geprägte Welt statt einen belebten Planeten.

Mit den Sonden Mariner 3 und 4 versuchte die USA erste Nahaufnahmen vom Mars zu erhalten. Von den beiden identischen Sonden gelangte nur Mariner 4 auf Kurs Richtung Mars, an dem die Sonde 8 Monate später vorüberflog. Während des ungebremsten Vorbeiflugs am Planeten wurden insgesamt 21 Nahaufnahmen der Oberfläche des Mars gemacht. Die Bilder wurden analog auf ein Magnetband aufgezeichnet und in den folgenden Wochen zur Erde zurückgefunkt. Die am 14. Juli 1965 aufgezeichneten Bilder waren die ersten je von einem fremden Planeten gemachten Nahaufnahmen. Um Übertragungsfehler auszuschliessen liess man die nun frei durch das Sonnensystem treibende Sonde bis 1967 immer wieder die Bilder zur Erde zurück funken.

Die Sonden Mariner 3 und 4.

Trotz des historischen Erfolges von Mariner 4 war das, was die Bilder zeigten, für alle eine Enttäuschung, die auf einen zwar wüstenartigen aber doch belebten Mars hofften, oder sogar an die künstlichen Marskanäle glaubten. Die Bilder von Mariner 4 zeigten eine von Einschlagskratern geprägte Welt. Der atmosphärische Druck konnte höchstens bei einem Prozent des Druckes der Erdatmosphäre liegen, was das Vorhandensein von flüssigem Wasser unwahrscheinlich machte.

Bei der Marsopposition, die Mariner 4 ausnützte versuchten auch die Russen ein Raumschiff an Mars vorbei zu lenken. Die Sonde mit der offiziellen Bezeichnung Zond 2 flog am Mars vorbei, doch übermittelte sie keine wissenschaftlichen Daten. adidas Damen Rosa Trainingsschuhe Originals Flashrunner CBxoder

Auch die Zwillinge Mariner 6 und 7 bestätigen mondähnlichen Mars

Bei der Marsnähe des Jahres 1969 schickten die USA zwei verbesserte Sonden vom Typ Mariner auf den Weg zum roten Planeten: Mariner 6 und 7. Wie Mariner 4 sollten sie beim ungebremsten Vorbeiflug an Mars Nahaufnahmen machen und auf ein digitales Bandgerät aufzeichnen. Mariner 6 flog fast zeitgleich mit der ersten bemannten Mondlandung am roten Planeten vorbei: am 31. 7. 1969. Mariner 7 folgte ein paar Tage später, am 5 August. Die beiden Sonden machten etwa 200 Fotos der Marsoberfläche. Da man dabei besonders die kraterreiche alte Südhemisphäre fotografierte, verstärkte sich der Eindruck einer eher dem Mond ähnlichen Welt. Auch von den Kanälen, die man im 19. Jahrhundert zu sehen glaubte, fehlte auf den neuen Bildern jede Spur.

Amerikanische Erfolge: Fast gleichzeitig mit der ersten bemannten Mondlandung flogen 2 Mariner-Sonden am Mars vorbei. Bild von Mariner 7.

Die ersten künstlichen Mars-Satelliten sehen einen Staubsturm

Olympus Mons mit Sturm. Aufnahme von Mariner 9.

BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk
Die Sonden Mariner 8 und 9.

Im Jahre 1971 kam der Mars wieder in Erdnähe. Nach den Erfolgen mit Mariner 6 und 7 traute man sich nun, den nächsten Schritt zu wagen, nämlich eine Sonde in eine Umlaufbahn um den Planeten zu lenken. Wiederum wurde das Unternehmen als Doppelmission geplant: Mariner 8 und 9, die je etwa 3 Monate den Mars umkreisen sollten. Jedoch nur Mariner 9 gelangte auf Kurs zu Mars. Auch die Sowjetunion erlitt einen Fehlstart, konnte jedoch die Sonden Mars 2 und 3 auf Kurs bringen. Beide russischen Sonden bestanden aus einem Marslander und einem Mars-Satelliten.


Der Mars verhüllte sich vor neugierigen Blicken

Bei der Ankunft am Mars stellte sich den Raumschiffen von der Erde ein neues Problem: Der Mars erlebte gerade einen globalen Staubsturm, der den ganzen Planeten einhüllte. Während Mariner 9 nach dem erfolgreichen Einbremsen in die Marsumlaufbahn in der Lage war, das Ende des Staubsturmes abzuwarten, konnten die russischen Raumschiffe keine brauchbaren Daten zur Erde zurück funken. Immerhin waren die Lander von Mars 2 und 3 die ersten künstlichen Objekte, die den Marsboden erreichten, ohne jedoch brauchbare Messergebnisse zurück zu senden. Auch die russischen Satelliten konnten nur wenig Ergänzendes zur erfolgreichen amerikanischen Mission von Mariner 9 hinzufügen.

Die etwa eine Tonne schwere Sonde Mariner 9 konnte nach dem Abklingen des Staubsturms nach und nach Fotos von der gesamten Marsoberfläche aufnehmen. Sie umkreiste den Mars auf einer elliptischen Umlaufbahn einmal in 12 Stunden. Die Distanz zur Marsoberfläche schwankte während eines Umlaufes ca. zwischen 1500 km und 17'000 km. Zum Vergleich: Das Space-Shuttle umkreist die Erde in wenigen hundert Kilometern Höhe, während die geostationären Fernsehsatelliten 36'000 km über dem Erdäquator stehen.


Geduld brachte den Erfolg

Nachdem Mariner 9 das Ende des Staubsturms abgewartet hatte, konnte sie nun praktisch den ganzen Mars kartieren. Auf den Bildern sah man nun auch endlich Gebiete auf dem Mars, die sich deutlich vom Mond unterschieden. Es gab offenbar erloschene Vulkane, die fast 30 Kilometer hoch waren. Ein tiefer Spalt verlief entlang des Marsäquators, der nach der Sonde Mariner-Tal benannt wurde. Die Nordhalbkugel hatte wenig Einschlagskrater und musste deshalb eine interessante Vergangenheit aufweisen. Man entdeckte auch Täler, die man nur mit grossen Überflutungen durch Wasser erklären konnte. Das pessimistische Marsbild der 60er Jahre musste somit korrigiert werden. Mariner 9 arbeitete bis zum 27. Oktober 1972. Bis dahin hatte der Satellit 7329 Fotos zur Erde zurück gefunkt.


Erste Messungen in der Marsatmosphäre

Die Marsnähe von 1973 wurde von den USA nicht genutzt. Die Sowjetunion wiederholte die Versuche von 1971 mit den Satelliten Mars 4 und 5 sowie den Landern Mars 6 und 7, die im Februar 1974 den Mars erreichten. Wiederum hatten die Russen nur wenig Erfolg. Bei Mars 4 funktionierte das Triebwerk zur Bremsung in den Marsorbit nicht. Die Sonde flog an Mars vorbei. Mars 5 erreichte zwar eine Umlaufbahn, funktionierte jedoch nur wenige Wochen. Immerhin konnte Mars 6 auf Mars landen. Während des Abstiegs durch die Atmosphäre wurden Daten zurück gesendet. Ein paar Sekunden nach der weichen Landung brach jedoch der Funkkontakt ab. Vermutlich wurde die Sonde von starken Winden umgeworfen, da sich der Fallschirm nicht von der Sonde löste. Dies ist jedoch nur eine mögliche Erklärung. Mars 7 gelangte auf einen falschen Kurs und flog 1300 Kilometer an Mars vorbei.


BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk

Viking: Die Suche nach Leben an der Oberfläche

Die Landestelle von Viking 2.

Die bisher wohl aufwendigste, teuerste und vielleicht auch erfolgreichste Marsmission fand zur Marsnähe von 1976 statt. Die beiden Sonden Viking 1 und 2 wogen je 3.4 Tonnen und bestanden aus einem Satelliten und einem Landegerät. Um die Erfolgschancen der Mission zu verbessern, wurde Satellit und Lander gemeinsam in eine Marsumlaufbahn gebracht, bevor zur Landung angesetzt wurde.


Aufwendige Suche nach einem geeigneten Landeplatz

Die gegenüber Mariner 9 verbesserten Kameras sollten zuerst die Landestellen erkunden, bevor ein Landeversuch unternommen wurde. Die elliptische Marsumlaufbahn wurde synchron mit der Drehung des Mars um seine Achse gewählt, so dass - wie die geostationären Satelliten der Erde - der Viking-Satellit die Landestelle immer im Blickfeld hatte. Die Suche nach einer möglichst sicheren Landestelle gestaltete sich als zeitaufwendig. Neben Bildern aus der Umlaufbahn wurden auch Radarabtastungen von der Erde verwendet. Diese konnten zwar nicht Details zeigen, jedoch Informationen über die durchschnittliche Rauigkeit eines Gebietes geben. Ein Gebiet, das mit grossen Felsbrocken übersät ist, streut Radar anders als flacher Fels.


Erste Suche nach Leben im Marsboden

Eine der Viking-Raumsonden aus Sicht eines Künstlers.

Schliesslich gelang die Landung von Viking 1 am 20. Juli 1976 und die Landung von Viking 2 am 3. September 1976. Neben dem Zurückfunken erster (brauchbarer) Bilder direkt von der Oberfläche des Mars führten die beiden Lander auch zahlreiche weitere wissenschaftliche Experimente durch. Darunter waren auch drei biologische Experimente, die nach Spuren von Leben im Marsboden suchen sollten. Die Experimente entdeckten eine unerwartete Bodenchemie, doch lieferten sie keine eindeutigen Beweise für aktive Mikroorganismen im Boden an der Landestelle. Nach den Wissenschaftlern sterilisiert sich Mars selbst. Die Kombination von UV-Strahlung der Sonne, die den Marsboden ungehindert erreicht, die trockene, kalte Umgebung, und die oxidierenden Eigenschaften des Bodens machen es für Leben sehr schwer, wenn nicht unmöglich, auf Mars zu existieren.

Die Viking-Lander fanden eine Welt vor, die kalt und trocken ist. Bei einem Druck, der dem in der Erdatmosphäre über 30 Kilometer Höhe gleicht, schwankt die Tagestemperatur typischerweise zwischen -90 Grad in der Nacht und -30 Grad am frühen Nachmittag. Neben 95% Kohlendioxyd fand Viking auch 2.5% Stickstoff und Edelgase in der Marsatmosphäre. Sauerstoff macht nur 0.2% der Marsatmosphäre aus.

Die Viking-Mission dauerte bis 1982. Am 11. November 1982 wurden zum letzten Mal von Lander 1 Daten empfangen.



Die zwanzig mageren Jahre der Marserforschung

Nach den atemberaubenden Erfolgen der Viking-Missionen war auch das Wettrennen um den Mars - wenn der Vergleich zum Wettlauf um den Mond gestattet ist - ebenfalls zu Gunsten der USA ausgegangen. Es waren keine weiteren Missionen konkret geplant. Das Geld floss in den 80er Jahren nicht mehr so reichlich. Auch grosse Verzögerungen in anderen Bereichen der Erkundung des Sonnensystems - z.B. die Jupitermission Galileo - liessen den Mars als Ziel etwas in den Hintergrund rücken.

Angesichts der mageren eigenen Resultate legte die Sowjetunion nach Mars 7 zunächst eine Pause in ihrem Marsproramm ein.


Vermisst beim Marsmond

Doch waren es eben gerade Russland mit europäischer Beteiligung, die einen neuen Versuch wagten. Neben Mars selbst sollte nun sein Mond Phobos wesentlicher Gegenstand der Untersuchung werden. Die nach dem inneren Marsmond benannte Mission Phobos wurde als Doppelmission ausgeführt. Die beiden Marssatelliten führten je ein Landegerät mit, dass auf dem kleinen Mond Phobos absetzt werden sollte.

Phobos 1 ging bereits auf dem Weg zu Mars verloren. Das Triebwerk zum Einschuss in die Umlaufbahn um Mars wurde versehentlich zu früh gezündet. Phobos 2 erreichte Anfang 1989 die Marsumlaufbahn. Nach einer Messphase in der Marsumlaufbahn sollte nun im März 1989 die Landung auf dem Marsmond Phobos erfolgen. Bei der Annäherung an den Mond ging der Funkkontakt verloren.


Milliardenprojekte lösen sich in Nichts auf

Die USA versuchte zu Beginn der 90er Jahre zum ersten Mal nach Viking ein Marssatellit mit modernen Instrumenten zu starten: Mars Observer. Das teure Grossprojekt scheiterte kurz vor dem Einschwenken in die Marsumlaufbahn: Der Funkkontakt riss plötzlich ab.

Ein weiteres Projekt internationaler Zusammenarbeit endete im Pazifik anstatt auf dem Mars: Mars 96. Mars 96 war ein Gemeinschaftsprojekt von Russland und Europa, das einen Satelliten und auch Landegeräte umfasste. Die letzte Raketenstufe zündete nicht. Die Sonde verblieb auf einer hoch elliptischen Umlaufbahn um die Erde, was schliesslich die Sonde über dem Pazifischen Ozean in der Erdatmosphäre verglühen liess. Einzelteile von Mars 96 mögen nun auf dem Grund des Meeres ruhen.



Erfolge und Peinlichkeiten um die Jahrtausendwende

Das legundäre Mars-Gesicht erscheint in den hochaufgelösten Bildern von Mars Global Surveyor als Hügel mit Rinnen.

Die Marsnähe von 1997 wurde 20 Jahre nach Viking endlich wieder zur erfolgreichen Mission zum Mars genutzt. Nicht zuletzt nach dem Scheitern des teuren Mars Observers und wegen der ewigen Budgetknappheit verfolgte die NASA in der Planetenerkundung nun das Motto "faster, better, cheaper" (schneller, besser, billiger). Die Planetenmissionen sollten nun nicht mehr eine Milliarde Dollar oder mehr kosten, sondern in der Grössenordnung der teuersten Hollywood - Filme bleiben.

BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk

Es wurden nun ein Lander und ein Satellit auf den Weg zu Mars geschickt: Mars Global Surveyor (MGS) und Mars Pathfinder. Letzterer führte auch ein kleines Fahrzeug mit.
Um Geld und Gewicht zu sparen, wurden allerdings von nun an für die Marsforschung neue Wege beschritten.


'Sagan Memorial Station' wurde die Landestelle von Mars Pathfinder nach dem Tod des bekannten Weltraumpublizisten Carl Sagan genannt. Aufnahme vom Rover Sojourner.


Metergenaue Fernerkundung aus der niederen Marsumlaufbahn

Durch hochgenaue Vermessung der Oberfläche konnten digitale Höhenmodelle von Mars generiert werden.

Die Raumsonde Mars Pathfinder.

BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk

Die Einbremsung einer Sonde in eine für die Fernerkundung des Planeten interessante Umlaufbahn kostet viel Treibstoff, der von der Sonde mitgeführt werden muss, und ihr Gewicht verdoppeln kann. Um Gewicht zu sparen, und so die Möglichkeit zu haben, mit einer billigeren Delta-Rakete anstelle einer teuren Titan zum Mars fliegen zu können, führte MGS nur wenig Treibstoff mit. Dieser reichte, um in eine hoch elliptische Umlaufbahn um Mars einzubremsen. Für die Kartierung des Mars war jedoch eine polare Umlaufbahn knapp über der Atmosphäre wünschenswert. Der Trick war nun, die Sonden am marsnächsten Punkt ihrer Umlaufbahn die obersten Schichten der Marsbahn streifen zu lassen. Dies bremste die Geschwindigkeit der Sonde etwas, und der marsfernste Punkt der Umlaufbahn rückte etwas näher an Mars. Im Laufe vieler Monate erreichte man so einen nahezu kreisförmigen Orbit.

Neben Kameras die auf der Oberfläche Details bis zu wenigen Metern Grösse ausmachen können, war auch ein Laser-Höhenmesser an Bord. Damit konnte ein hoch präzises Modell der Oberfläche gewonnen werden. Viele der Erkenntnisse, die unser heutiges Bild vom Mars prägen, verdanken wir dem MGS, der bis heute aktiv ist.


Der grosse Aufritt von Pathfinder und Sojourner

BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk
Twin Peaks, vom Mars Pathfinder aufgenommen. Solche markante Geländeerhebungen werden verwendet, um die exakte Position der Landesonden zu bestimmen. NASA.

Mars Pathfinder mit dem Rover Sojourner. Mars Pathfinder war für die NASA der wichtigste Missionserfolg der letzten Jahre.

Auch der Lander Mars Pathfinder, der zwei Monate vor MGS den Mars erreichte, beschritt neue Wege. Viking landete mit Raketentriebwerken, die aufwendig gesteuert die Sonde während der letzten Phase des Abstiegs im Gleichgewicht halten mussten und eine weiche Landung sicherstellten. Der notwendige Treibstoff machte die Sonde schwerer und damit auch teurer. Bei Pathfinder verzichtete man auf ein solch kompliziertes System. Man packte das Gerät in einen Ball aus Airbags. Nachdem ein Hitzeschild und danach ein Fallschirm den grössten Teil der Fallgeschwindigkeit gebremst hatten, wurden die Airbags aufgeblasen, und man liess den nun in die Airbags eingepackten Lander zu Boden fallen. Ein weiterer Vorteil der Airbags war, dass an die Ebenheit der Landestelle nicht so strenge Sicherheitsanforderungen wie an die Landestelle der Vikings gestellt werden mussten. Somit konnte in einem der grossen Überschwemmunggebiete gelandet werden.

Die Landung am 4. Juli 1997 wurde zum grossen Ereignis der Marserforschung, und die Raumfahrt zum Mars hatte nach Viking endlich wieder positive Schlagzeilen, während das erste künstliche Fahrzeug - Sojourner - seine Runden um den Lander zog. Ende September 1997 fiel schliesslich die Elektronik, die im Gegensatz zu Viking nicht mit radioaktiven Elementen gewärmt wurde, dem rauhen Marsklima zum Opfer.


Nur Schweigen vom Marssüdpol

Bei der nächsten Marsnähe 1999 sollte an den Erfolg von 1997 angeknüpft werden. Wiederum war geplant, ein Landegerät und ein Satellit zum Mars zu fliegen. Der Mars Polar Lander sollte in der Nähe des Südpols operieren und die Landung mit den herkömmlichen Steuerdüsen wie zu den Viking-Zeiten erfolgen und nicht mit der neuen Airbag-Methode. Die Abschaltung dieser Steuerdüsen sollte beim Aufsetzen auf dem Marsboden erfolgen - dieser Zeitpunkt hätte durch Erschütterungssensoren festgestellt werden sollen. Vermutlich hielt die Bordelektronik aber bereits die Erschütterungen beim Abwerfen des Schutzschildes - mehrere Kilometer vor der Landung auf dem Marsboden - für die Landung und schaltete sämtliche Triebwerke ab. Da der Fall nun nicht mehr gebremst wurde, zerschellte die Sonde auf dem Marsboden. Ein Denkfehler bei der Programmierung hatte das Projekt vermutlich scheitern lassen.

Von zwei Penetratoren (Sonden, die im freien Fall auf eine Planetenoberfläche aufschlagen), die mit Polar Lander den Südpol des Mars erreichten, hörte man ebenfalls nie wieder etwas. Auch Deep-Space 2 - so der Name des Projekts - war gescheitert.


Scheitern an einem "Detail"

Ein Kommunikationsfehler liess schliesslich ebenfalls 1999 den Satelliten Mars Climate Orbiter scheitern. Der Kommunikationsfehler trat nicht etwa zwischen der Erde und dem Satelliten auf, sondern zwischen den Menschen auf der Erde. Bei der Berechnung der Parameter zur Einbremsung in die Umlaufbahn berechnete jemand die minimale Distanz zur Marsoberfläche in Meter und gab dieses Ergebnis weiter. Irgendwie wurden aus der Angabe in Metern eine in Fuss gemessene Länge. Dadurch wurde die Sonde nur in einem Drittel der eigentlich vorgesehenen Entfernung an der Marsoberfläche vorbei gelenkt. Das bedeutete, dass die Sonde in der Marsatmosphäre verglühte, anstatt knapp an ihr vorbei zu fliegen.



Japanische Marssonde

Mitte Dezember 2003 erreichte auch die japanische Marssonde Nozomi (Planet B) ihr Ziel, d.h. flog leider am Ziel vorbei. Ein Triebwerkproblem hatte die Sonde 1998 auf falschen Kurs gebracht, so dass die für Oktober 1999 geplante Ankunft auf Dezember 2003 verschoben werden musste. Weitere Probleme konnten auch bis zuletzt nicht behoben werden, so dass die Sonde nicht in eine Marsumlaufbahn eingelenkt werden konnte. Die Sonde flog Mitte Dezember 2003 nur 1000 km am Mars vorbei.



08.08.2008 22:12 Uhr, Dr. Roland Brodbeck

BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk
BB6556 Adidas Schuhe Climacool Cw DgsogrSilvmtRealil OP80nwk

www.astronomie.info

Copyright © 2019, the authors, all rights reserved. This material may not be reproduced (including drawing of graphics) in any form without permission.
https://lexikon.astronomie.info/mars/missions/ − Impressum − Datenschutz

Montag, 19. August 2019
Woche: 34, Tag: 231

00:19 MESZ, 22:19 UTC

Mondphase: Abnehmend
Sichtbarkeit: Nacht/morgens
Halbmond: 23. August
Neumond: 30. August
Jupiter bietet sich am Abend bis morgen Montag um 0½ Uhr für Beobachtungen an. Merkur in Morgensichtbarkeit. Er ist mit blossem Auge von 5 bis 6...
Werbung